Sehenswert – die ewigen Flammen der Chimaera (Earthcache)

Earhcaches sind gerade im Ausland für mich immer etwas besonderes. Vor kurzem hat mich eine Pressereise in die Südtürkei geführt. Den „Länderpunkt“ Türkei zu holen, war gar nicht so einfach. Aber am letzten Abend der Reise hatte ich noch ein besonderes Erlebnis. Man zeigte uns die „ewigen Flammen der Chimaera“ und als ich auf mein GPSer schaute, stellte ich erfreut fest, dass es dort auch einen Earthcache (GC2MD9B – Chimaera) gibt.

Ewige Flammen

Die ewigen Flammen der Chimaera

Die frühere Kultstätte Chimaera liegt in der Nähe der antiken Stadt Olympos in der Nähe von Cirali, etwa 70 km südwestlich von Antalya. Hier züngeln tatsächlich ewige Flammen aus dem Felsen. So hätte ich das nie erwartet. Diese Flammen entstehen durch Verbrennung von Gasen, die aus kleinen Öffnungen austreten. Hauptanteil dieser Gase ist Methan. Wie hoch dieser Anteil ist, verrate ich Euch nicht denn sonst würde ich hier einen Teil der Lösung des Earthcaches preisgeben.

Flammen b

Und die brennen dort seit Jahrhunderten!

Flammen

In verschiedenen Ausprägungen

Diesen Teil der Aufgabe löst man an einer Tafel am Eingang (unterhalb der Feuerfelder). Dort wird auch ein Eintrittsgeld von 6 Lira erhoben. Man kann die Feuerfelder aber wohl auch aus anderen Richtungen ohne Eintritt erreichen, so dass den Geocaching-Richtlinien genüge getan wird.

Wir hatten während unseres Aufenthaltes noch ein besonderes Vergnügen: Judith Liberman, eine in der Türkei sehr beliebte und bekannte „Geschichtenerzählerin“, trug uns hier vor dieser stimmungsvollen Kulisse die Legende des Bellerophon vor. Mit Hilfe des fliegenden Pferdes Pegasus tötete er, nach einer Sage der griechischen Mythologie, an dieser Stelle das Monster Chimaera.

Judith b

Judith Liberman – bekannte türkische „Geschichtenerzählerin“

Judith c

Anschaulich trägt sie die Legende des Bellerophon vor

Die Einheimischen „mißbrauchen“ die ewigen Flammen übrigens um mitgebrachte Speisen zu grillen. Ob das in Deutschland auch so möglich wäre? Vor Ort gibt es noch die Überreste einer alten Kirche zu sehen. Ich empfehle für den Besuch die Abendstunden, denn der Sonnenuntergang über dem Meer soll von hier oben aus überwältigend sein. Unterhalb des Einganges gibt es noch einen Tradi (GCM7XP – Chimaira), den ich aber aus Zeitgründen nicht besuchen konnte. In der Nähe sollte man sich unbedingt auch die antike Stadt Olympos anschauen.

Olympos

Am Eingang der antiken Stadt Olympos. Unbedingt anschauen, auch wenn es dort keinen Cache gibt!

Chimaera liegt am 540 km langen Lykischen Weg, dem ersten Weitwanderweg der Türkei, der einige historische Stätten miteinander verbindet. Was wir während der Pressereise dort noch alles erkundet haben, erfahrt Ihr in meinem Blogpost „Sagenhaft wandern auf dem Lykischen Weg“.